Tränen dürfen sein
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Wann habe ich Zeit für meine Tränen,
soll ich den Schmerz beim Namen erwähnen?
Vielleicht ist es besser, ihn zu verstehen,
denn Schmerz wird selten von selbst vergehen.
Wann ist es Zeit, sein Leid zu zeigen,
wann dürfen Tränen endlich steigen?
Erst wenn die Trauer dich befällt
und sie dein ganzes Herz erhellt?
Tränen sollten niemals schweigen,
noch sich vor falschem Lächeln neigen.
Denn was man tief im Herzen hält,
wird oft zur Last in dieser Welt.
Lass deinen Schmerz nach draußen gehen,
statt still und ängstlich nur dazustehen.
Gib deinen Kummer freien Lauf,
auch viele Tränen nimm in Kauf.
Vor anderen weinen fällt oft schwer,
doch Tränen schaden niemand mehr.
Drum lass sie kommen, ohne Pflicht,
wenn dein Herz danach verspricht.
© Claudia Behrndt
( älteres Gedicht von ´2007)
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