Todmüde

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Todmüde

Mitunter bringt mich fehlende Ruhe
In eine fast todmüde Zone.
Obgleich ich liege und nichts tue,
Ist nichts, was Aufbleiben lohne.
Weil meine Sinne schwächeln,
Fehlt mir Dein Frauenlächeln.

Früher trug alles Lächeln Jugendfreude –
Und damals immer wieder mir zurück,
Wo das pralle Aufleben vieler Leute
Leicht öffneten den Tag zum Sonnenblick.
Heute kann todmüde ich nur hoffen,
Dass Orpheus mich rechtzeitig getroffen.

Der freie Fall ins frisch überzogene Bett
Rettet mich vor unnötig wachen Stunden,
Gibt frei mir den schönen Traum kokett
Und öffnet neuere Befreiungsrunden,
Mit denen ich befindlich abarbeite,
Dass den Tag ich gut vorbereite.

©Hans Hartmut Karg
2025

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Informationen zum Gedicht: Todmüde

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17.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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