Tanz aus Flügeln
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Im Morgenlicht erwacht der bunte Flug,
er tastet leis den stillen Blütentraum.
Ein Flügelschlag, der Zeit und Wind betrug
und tanzt aus Duft und Sonne seinen Raum.
Am Mittag trägt ihn warmer Himmel weit,
er schreibt aus Farbe eine leichte Spur.
Die Welt vergeht, doch bleibt ein Hauch aus Zeit,
im Flattern einer flüchtigen Figur.
Zum Abend sinkt der Tag in goldenes Land,
der Falter ruht im Gras so still und sacht.
Ein letzter Glanz streift sanft den müden Rand
und faltet Traum und Flügel in der Nacht.
Und wer am Abend noch sein Flattern sieht,
erkennt ein leisen Flug, die Wahrheit sacht:
Dass selbst ein kleiner Schmetterling entflieht
und aus dem kurzen Leben, Schönheit macht.
© Claudia Behrndt
24.05.2025
Das könnte Sie auch interessieren