Straßenkinder der Republik (Song)
Ein Gedicht von
Horst Bulla
[Strophe 1]
Sie laufen durch die kalten Straßen,
mit einem Rucksack voller Zeit.
Kein Zuhause, keine Namen,
nur ein Stück verlor’ne Kindlichkeit.
Sie wurden groß in stillen Ecken,
wo keiner je nach ihnen fragt.
Verlorene Kinder unserer Republik,
die keiner hört, die keiner sieht.
Ein Staat, der nicht mehr für sie kämpft
und steht…
Nicht für sie kämpft,
nicht für sie steht…
[Strophe 2]
Sie kennen jedes Bahnhofslicht,
jede Nacht, die niemand sieht.
Sie teilen Brot und alte Decken,
und hoffen, dass der Morgen zieht.
Sie zahlen Steuern für ihr Elend…
für ihr Elend…
für jeden Cent, den man ihnen gibt.
Und fragen leise in den Nächten:
„Ist das alles, was uns blieb?“
Was uns blieb…
[Refrain]
Straßenkinder der Republik,
vergessen zwischen Asphalt und Wind.
Keiner hört, was sie erzählen,
keiner sieht, wie sie wirklich sind.
Sie tragen Lasten ohne Stimme…
ohne Stimme…
und keiner hält sie mehr zurück.
Deutschland, wo ist deine Wärme
für die Straßenkinder der Republik?
Republik… ooooh… Republik…
[Strophe 3]
Sie träumen von den warmen Tagen,
als sie noch Kinder sein durften.
Von Spielen, Lachen, kleinen Wundern,
von Händen, die sie sicher führten.
Doch heute sind sie nur Silhouetten…
Silhouetten…
in Straßen, die kein Herz mehr kennt.
Und jeder Blick, der sie verfehlt,
macht ihre Wege noch mehr fremd.
Noch mehr fremd…
[Bridge]
Ein Land, das einst Versprechen gab,
von Würde, Schutz und Sicherheit.
Doch wer am Boden liegt, der merkt,
wie schnell ein Schwur im Wind zerreißt.
Und jeder Schritt auf diesen Wegen…
diesen Wegen…
erzählt von Schmerz und einem Stück
verlor’ner Hoffnung, die wir schulden
den Straßenkindern der Republik.
Republik… ooooh… Republik…
[Refrain]
Straßenkinder der Republik,
vergessen zwischen Asphalt und Wind.
Keiner hört, was sie erzählen,
keiner sieht, wie sie wirklich sind.
Sie tragen Lasten ohne Stimme…
und keiner hält sie mehr zurück.
Deutschland, wo ist deine Wärme
für die Straßenkinder der Republik?
Republik… ooooh… Republik…
[Outro]
Und wenn der Morgen wieder graut,
und die Stadt erwacht im Licht,
sieht keiner diese stillen Kinder —
doch ich vergesse sie nicht.
Vergesse sie nicht… ooooh… Vergesse sie nicht…
© Horst Bulla
https://youtu.be/k_wW9q2LjqE
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