Stille Wärme

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Jahre lagen wie fremde Städte
in meinen Taschen, schwer und kalt.
Wie Fahrkarten sammelte ich Namen
und fand zu keinem Zeitpunkt Halt.

Die Stimmen, die mich einst umgaben,
sind längst verhallt im leeren Wind.
Nur manche Blicke, manche Nächte,
an die erinnere ich mich blind.

Ich kam zurück mit kleinen Narben.
Die Fremde war kein sanfter Ort.
Ich lernte leben, ohne Wurzeln.
Ich war nur Durchreisende dort.

Doch dann zuhause: stille Wärme.
Die Zeit fällt ab wie schweres Tuch.
Hier hängt kein Schatten mehr von Ferne.
Hier bin ich mehr als nur Besuch.

Informationen zum Gedicht: Stille Wärme

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13.02.2026
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