Stammtischverbot

Ein Gedicht von Günter Übel
An einem zünft’gen Stammtisch
entzündet und entflammt sich
gar mancherlei Disput.
Entfaltet der sich anfangs witzig,
entartet oftmals er auch hitzig
und man gerät in Glut.
Wenn auch die Gemüter schäumen,
man darf ihn keinesfalls versäumen,
den verbindlichen Termin.
Meist wird darüber Buch geführt,
ob wer erscheint, wie sich’s gebührt,
denn sonst bestraft man ihn.
Ein Fehlen wäre unverzeihlich,
jedoch, wenn seuchenpolizeilich
wird ein Riegel vorgeschoben,
hat’s ein Ende mit dem Toben.
Man klagt und seufzet sorgenschwer,
wie sehr es doch zu wünschen wär’,
auch weiterhin für einen jeden
solch schönen Abend sich ab- zu verreden.
Günter Uebel, 05.09 2020

Informationen zum Gedicht: Stammtischverbot

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24.01.2023
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Günter Übel) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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