Sommerglut und Föhnwind
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Die Sonne brennt auf Feld und Stein,
der Himmel glüht in grellem Licht.
Kein Blatt bewegt sich ganz allein,
wenn selbst der kleine Brunnen spricht.
Ein heißer Wind zieht müd vorbei,
als käm er aus der Wüste her.
Die Luft liegt schwer und staubig frei,
der Atem fällt dem Herzen schwer.
Doch sinkt am Abend Glut und Schein,
wird still die goldne Sommernacht.
Dann trägt der Wind den Duft herein,
die müden Seelen lächelnd sacht.
Nun schweigt die Stadt im Abendrot,
der letzte Tagwind streicht vorbei.
Die Hitze sinkt wie müdes Lot
und Nacht macht Herz und Atem frei.
(c) 29.05.2026
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