Sie, wie sie

Ein Gedicht von GeistGN
Sie ist eine Figur
flüchtiger Bilder.
Bühne und Kulisse.
Vor der Kamera –
und dahinter.

So viele Posen –
ich suche, was in ihnen wahr ist.
So viele Gefühle –
ich erahne die echten.

Ihre Liebe –
ein farbenfrohes Spiel.
Blumen im Morgengrauen,
Tautropfen glänzen wie Tränen.

Ich suche
nach Spuren von etwas Irdischem –
verloren
im Enträtseln ihrer Dramen.

Sie kennt zwei Jahreszeiten:
Blumen in ihrer Pracht,
fallendes Laub in Traurigkeit.
Sie schwebt dazwischen.

Sie sucht sich selbst
und findet andere.
Eine weitere Blume
in ihren Gärten.

Sie blickt zu den Sternen,
sieht aber nur den Mond –
wie traurig ihr Gesicht
im blassen, silbernen Licht.

In ihren Handflächen
schmilzt das Eis nicht,
doch die Kerze erlischt nicht –
ein wahres Leuchten.

Und ich möchte sie,
mit der sanften Wärme
ihrer aufrichtigen Spiele,
umhüllen.

Informationen zum Gedicht: Sie, wie sie

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04.09.2026
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