Shakespeare

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Shakespeare

In der Sprache urheimisch zu sein,
Findig auch mit völlig neuen Wörtern
Und dort einsam suchend ganz allein,
Bei sich jenen Sprachkosmos erörtern,
Der das Sein grundlegend neu erschaffen hat,
Das Menschliche dem Einfachen vertraut musst' werden lassen,
Wo danach nichts als die vererbte und gebrauchte Zweitbettstatt
Das eigene Leben wirklich nicht mehr konnte fassen,
Die Sommernacht im Traum verwirrte die Ursachen,
Der Widerspenst'gen Willen lustbietend zu zähmen,
Sich über Englands Herrscher tief Gedanken machen,
Die mit den Untaten die Menschlichkeit erst lähmen –
Das alles hat – offengelegt! – Shakespeare uns gebracht,
Wo Sprache mit dem Schauspiel hin zum Leben ist erwacht.


©Hans Hartmut Karg
2020

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Informationen zum Gedicht: Shakespeare

24 mal gelesen
16.09.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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