Selbstgewähltes Schicksal

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
- Fiktion -

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Er ist bei ihr von jetzt auf gleich
in Ungnade gefallen,
sprachlos vor Schreck und kreidebleich,
Hände sich zu Fäusten ballen.
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Er hatte sich um sie bemüht,
Sich stets nach ihr gerichtet,
hatte vor Tatendrang gesprüht,
für sie auf vieles verzichtet.
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Sei ließ sich von ihm verwöhnen,
heimlich auch vom andren Mann,
während er in höchsten Tönen
sie lobte, er war kein Tyrann.
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Im Gegenteil, er war zärtlich,
fürsorglich und grundehrlich,
ihren Fragen er nie auswich,
einem Engel auf Erden glich.
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Mit der Zeit er sie langweilte,
sie sah in ihm ein Weichei,
drum ne Beziehung anpeilte,
mit ihrem Lover, einem Thai.
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Er war ein Mann mit strengem Blick,
harsch war sein Kommandoton,
betrog Frauen mit üblen Tricks
und kassierte all ihren Lohn.
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Trotzdem war sie ihm verfallen,
zog überstürzt bei ihm ein,
Hände sich zu Fäusten ballen,
Nase, Jochbein brechen entzwei.

Informationen zum Gedicht: Selbstgewähltes Schicksal

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15.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.