Schwere Sprache

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Bei der Geburt der erste Schrei
schon ein kleiner Hinweis sei,
wenn die Lunge ist gesund,
gibt es bald den Kindermund.

Wenn die Kinder Sprechen lernen,
zwischen Sonne, Mond und Sternen
lassen sie ihre Zunge drehen,
das Mundwerk darf nicht stille stehen.

Was sie sehen wird laut erfragt,
dem kleinsten Tier wird nachgejagt.
Was sie so hören oft am Tage
prägt sich ein wie manche Frage.

Ein Buchstabe braucht keine Zähne,
ein anderer die Bäckchen dehne.
Mancher zischt gerade so,
und wiederholt es lachend froh.

Hauptsache, die Kinder sind gesund,
dann stört auch nicht der Kindermund.
Beinahe hätte ich es vergessen,
der Futs hat die Tüten gefressen.

06.07.2018 @ W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Schwere Sprache

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06.07.2018
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