Schicksalssplitter aus der Vergangenheit

Ein Gedicht von Horst Hesche
(Ballade)
Damals! Ende Monat Mai! Ein neuer Lebensfrühling sollte nun beginnen! Zwölf Jahre Schule waren jetzt vorbei! Wir war'n ganz wild, berauscht und fast von Sinnen!

Vor uns lag die letzte Ferienzeit bevor es raus ging in den Enst des Lebens. Mein Traum war Liebe, Lust und Zweisamkeit! Diese Wünsche waren nicht vergebens.

Der Sommer zeigte sich in voller Pracht! Mit Anke hat es Spaß gemacht! Intimste Wünsche wurden da genährt! Die Liebe hat uns fast verzehrt!

Wir war'n von heißer Leidenschaft getrieben, die alles andere vergessen lässt. Ich konnt' nicht aufhör'n sie zu lieben! Es war für uns ein Freudenfest!

Zu End des Sommers bekam ich dann ein Schreiben! „Ihre Einberufung zum Militär!“ So konnte ich nicht länger bleiben! „Kommen Sie schnellstens her! Wir warten sehr!“

Zwölf Wochen lang ward ich dann rekrutiert, kommandiert, traktiert und schikaniert! Ich hab' zuletzt nichts mehr kapiert, jedweden Schmerz nicht mehr gespürt und nachts nur fantasiert!

Ich wurde ehrlos diszipliniert! Als Muschkote machst du nur das, was man dir sagt! An Anke hab' ich dann nicht einmal zu denken gewagt! Mich selbst hat damals nichts mehr berührt!

Zwölf Jahre mussten dann vergeh'n um Anke einmal noch zu seh'n mit schicker Frau'nfigur und Pixie-Cut-Frisur! Für wenige Minuten nur!

An einem Sommertag sah ich sie dort im Birkenhain mit Mann und Kindern froh spazieren. Ein schönes Bild zum glücklich sein! Auch meine Seele begann da zu flanieren!

Ich ging davon. War selber auch beglückt! Ein Tropfen Sehnsucht ließ sich nicht verschmerzen! Ich hab ihn ganz bewusst nicht unterdrückt! Es rauschte angenehm in meinem Herzen!

Informationen zum Gedicht: Schicksalssplitter aus der Vergangenheit

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06.07.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Horst Hesche) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.