"Reifezeit"
Ein Gedicht muss reifen
wie eine Frucht am Baum,
pflückt man diese zu früh,
stößt einem ihr Genuss
sauer auf und verdirbt
einem den Appetit.
Aber auch das Reifen
lyrischer Gedanken
braucht entsprechend viel Zeit,
sonst drohen Gedichte
im faden Einheitsbrei
restlos zu versinken.
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