Puls der Zeit

Ein Gedicht von Marcel Strömer
Die kalte Jahreszeit hat nun begonnen
sie fühlen wir längst im eignen Blut
sie war bereits im Sommer schon gekommen
mit Hass mit Hetze und mit Wut

Es geht um Menschen, die verkennen
dass unser Aufenthalt auf Erden endet
und wie es einst so jung begonnen
so endet es dann für jeden früher oder spät

Wir sind nur Gast auf blauem Sterne
und Mond und Sonne schauen zu
spricht fremder Blick aus weiter Ferne
nicht jede Seele trägt denselben Schuh

Und zwischen Ankunft und Vergehen
liegt nur ein Augenblick der Zeit
mal kurzes Staunen, mal Verstehen
im Angesicht der Menschlichkeit

Wir bahnen Spuren fremder Wege
oft mehr Hast als wir gesteh’n
verlernen Nähe, Schutz und Pflege
weil wir das Fremde oft nicht seh’n

Doch unter all dem Lärm der Tage
schlägt unser Puls im Weltentakt
stell immer wieder neue Fragen
ist unser Tun auch herzbewacht

Wenn offen wir dem Anderen begegnen
Vielleicht fließt Kraft aus diesem Tun
um ehrlich Menschlichkeit zu leben
als ständig nur im eisern Ich zu ruhn

Vielleicht führt ein mutig steter Schritt
die Angst dann still beiseit gelegt
Vielleicht erwächst dann Stück für Stück
das was die Welt zum Glück bewegt

Am Ende offen bleibt der Weltenblick
Wenn Denken sich mit Hand verbindet
Vielleicht trägt jeder Schritt ein kleines Stück
das sich ein Herz zu Herz in Liebe findet


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 08.01.2026]

Informationen zum Gedicht: Puls der Zeit

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08.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Marcel Strömer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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