Pflege-Dienst

Ein Gedicht von Jürgen Wagner
Schwerstarbeit, die keiner sieht,
vor der man allzu gerne flieht
Riecht nach Schweiß, Urin und Kot,
nach Alter und nach schlimmer Not

Die Arbeit, die geht in die Knochen,
das Heben in so vielen Wochen,
dass Wenden alle paar Stunden
und Achten auf die offenen Wunden

Das Pflegen geht nicht ohne Wissen
Der Eine heult nur in sein Kissen
Die Andere braucht den Katheder
Die Heilkunst, die kann auch nicht jeder

Das Baden muss einfühlsam sein,
das Waschen würdevoll und rein
Die Unruhige wird sanft liebkost,
dem Sterbenden spendet man Trost

Zur Pflege braucht man etwas Zeit
für Einsamkeit und manches Leid
wo einer mal sein Inneres schildert,
das schwere Los sich etwas mildert

Was ist uns gute Pflege wert?
Ein gutes Geld wär‘ nicht verkehrt
Respekt und Dank würde sie stützen
Das könnt‘ auch uns einmal was nützen …

Informationen zum Gedicht: Pflege-Dienst

79 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
29.10.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Jürgen Wagner) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige