Perfekter Sturm
Ein Gedicht von
Marcel Strömer
Seht, wie der Adler gen Westen zieht,
sein Schatten schwer auf salziger Flut.
Ein zweiter eherner Drache
durchpflügt das Meer mit kaltem Kiel.
Feurige Falken kreisen droben,
aus Blitz und List geschmiedet,
während auf fernen Inseln
das Kerosin wie Weihrauch brennt.
Die Feldherren raunen vom „perfekten Sturm“
als ließe sich der Wind befehligen.
Doch Persiens Reich bleibt stumm,
kein Bund, kein Eid, nur Nebel.
So prunkt die Macht in Stahl und Glanz
und ringt doch mit dem Unsichtbaren:
Denn selbst der stärkste Arm vermag
den Lauf der Zeiten nicht zu fesseln.
© Marcel Strömer
[Magdeburg, 24.02.2026]
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