Orange
Ein Gedicht von
Jürgen Wagner
Orange, das trägt die Müllabfuhr,
der Strassendienst, die Rettungskraft,
wer auffällt und auffallen mag -
die Farbe strahlt mit sanfter Macht
Bei Sonnenauf- und untergang,
kurz zwischen rot und gelblich weiss,
muss aprikosenfarben glüh'n
der Sonnenball so glühend heiss
Die kleinen Sonnen kauf ich gern
zur kalten, rauen Winterzeit
Orangen und auch Mandarinen
sind voller Lebenskraft und Freud
Die Ringelblume sah ich blüh'n,
die Pfifferlinge in den Wäldern,
den Admiral im Garten zieh'n,
den Kürbis auf den Feldern
Die Mönche Asiens tragen sie,
die Farbe frohen Lebens,
der Achtsamkeit, des Übergangs
am Schluss endlosen Strebens
Karotten, Mangos, Süßkartoffeln,
die ess ich für mein Leben gern
Das Feuer brennt, das Herbstlaub fällt -
am Horizont versinkt ein Stern
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