Nicht zu retten ...

Ein Gedicht von Horst Fleitmann
Könnt' man in den Zeiten reisen
im Gefährt mit Zeitpedal,
sähe man und könnt's beweisen
dass die Menschheit ist fatal.
Alle News aus allen Zeiten
stünden dir vorm Angesicht.
Das könnte schon Angst verbreiten
aber lest hier dies Gedicht:

In der Zukunft (wird' berichtet)
im TV und in Gazetten:
Die Natur hätt' uns gerichtet
denn wir war'n nicht mehr zu retten.
Als (vom Virus arg geschunden),
jemand rief (wohl ein fibröser)
er hätt's Serum grad gefunden
wurd erklärt der zum Erlöser.

Doch dann sah man mit Erschrecken
weltweit in den Hospitalen
ging es weiter das Verrecken.
Täglich stiegen Todeszahlen.
Und man las was dann passierte,
was nicht abzuwenden war,
dass der Mensch sich reduzierte
auf ein Minimum sogar.

Zirka eineinhalb Millionen
waren von uns übrig 'blieben
Dann wurd's billiger, das Wohnen.
niemand wurde mehr vertrieben.
Des "Erlösers" Fehlverkettung
brachte unsre Welt in Form
sein Versagen - unsre Rettung.
Diese Wendung war enorm.

Denn, im Serumswirkungsfalle
wär' geblieben diese Enge.
Jetzt aber hieß es für alle:
Kaum noch Frust und kein Gedränge.
Doch es dauerte nicht lange:
Nach den friedlich schönen Zeiten
wurd' die Menschheit mehr und bange,
weil sie Kriege vorbereiten.

Geändert hatte sich nichts weiter
weil der Mensch, wie stets, besessen
höher wollte, schneller, weiter...
Alles wird sehr schnell vergessen.
Überall zu allen Zeiten
hier bei mir, wie auch bei Dir,
führt man Kriege, will man streiten...
... Ewig grüßt das Murmeltier.

© Horst Fleitmann, 2026

Informationen zum Gedicht: Nicht zu retten ...

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01.02.2026
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