Natürlich

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Natürlich

Natürlich folgt das Alter den Jahren
Und nichts wird bleiben, wie es ist.
Dem Sensenmann kann keiner wegfahren,
Sehr eng und unwissend bleibt unsere Frist.

Natürlich ist es die Endlichkeit,
Hängt über uns wie ein Damoklesschwert
Und schreckt manche Glückseligkeit,
Unseren Lebenslauf, unseren Seelenwert.

Doch wir sollten nicht immer nur dorthin sehen,
Wo das Ende uns als Angst bedroht,
Sondern in unsere Gestaltungsräume gehen,
Das bringt uns weg von der Seelennot.

Und so liebt denn der Eine, der Zweite malt,
Der Dritte musiziert, der Vierte, er dichtet.
Der Fünfte, der arbeitet, seine Steuern zahlt,
Geht zum Sechsten, der von Aktien berichtet.

Wir können uns also schon dagegen wehren,
Den Ängsten unserer Vergänglichkeit zu entgehen,
Indem wir dort unsere Freuden mehren,
Wo Sterbliche auf Unsterblichkeit dürfen sehen.

©Hans Hartmut Karg
2026

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Informationen zum Gedicht: Natürlich

9 mal gelesen
02.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.