Nach dem letzten Gast

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Im Licht der alten Parklaternen
glitzern Splitter,bunte Scherben.
Der Letzte hat den Park verlassen.
Was keiner wollte, hat man dagelassen.

Die Trauerweide weint am Bach.
Der Wind geht ihren Tränen nach
und findet zwischen müden Rosen
zertretne Becher, Coladosen.

Der Bach stöhnt leise in der Nacht,
vermag es nicht, sich reinzuwaschen.
Die Sonne sieht, kaum aufgewacht,
ihr Licht verbeult auf Plastikflaschen.

Informationen zum Gedicht: Nach dem letzten Gast

08.11.2026
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