MUT

Ein Gedicht von Inge Wamser
MUT

Kurz vor weihnacht, stadt voll menschen,
alle denken, was soll ich schenken.

Die lichter glänzen feierlich,
viele wühlen am warentisch.

Dann ein schrei, köpfe sich drehen,
was ist da geschehen?


Ein alter mann liegt auf dem boden,
räuber haben ihn bestohlen.

Seine augen um hilfe schrei´n,
doch keiner der menschen greift hier ein.

Alle gaffen ihn nur an,
froh, dass ihnen nichts getan.

Eine frau sieht man zu ihm geh´n,
hilft ihm endlich aufzusteh´n.

Sie fragt ihn, ob es ihm geht gut,
nur sie alleine hatte mut.

Betroffen nun die andern sind,
weil alle taten, als sein sie blind.

was ist mit den menschen los?
Denken sie an sich nur bloß.

Vielleicht weil sowas oft geschieht,
sind sie schon so abgebrüht?

Die frau, die half soll vorbild sein,
für andere menschen da zu sein.

Informationen zum Gedicht: MUT

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04.10.2010
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