Monologe im Wind

Ein Gedicht von Max Vödisch
Ich schreibe meine Zeilen
auf Inseln tief im Netz,
wo Worte kurz verweilen
und man auf Echos setzt.

Doch manche bauen Hallen
aus Versen, starr und dicht,
sie lassen Riegel fallen
und meiden fremdes Licht.

Sie künden nur von Pflichten,
von Ordnung, Sinn und Ziel,
doch statt uns aufzurichten,
bleibt es ein starres Spiel.

Ich aber suche Stimmen,
nicht nur die eigne Spur.
Ich lass die Texte schwimmen
im weiten Feld der Natur –

dorthin, wo Worte wandern,
wo Antwort möglich bleibt –
verschlossen für den andern,
wer Monologe schreibt.

Informationen zum Gedicht: Monologe im Wind

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24.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Max Vödisch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.