Mein Pech mit den Männern
Ein Gedicht von
Uta Kinzel
Ich bin jetzt sechsunddreißig
und ich fühle mich sehr lebendig.
Leider gerate ich immer wieder an die falsche Männer.
Dabei hielt ich mich für einen richtigen Kenner.
Vor allem als ich einen kennen lernte,
der meine Hemmnisse ziemlich leicht entfernte
und mir zeigte, was Liebe wirklich bedeutet.
Das in einer Beziehung nicht nur der Sex leuchtet.
Das zu einer Beziehung noch viel mehr gehört.
Wenn ich nicht das machte, was ich wollte, war er schon empört.
Ja, es war ein Mann, der mir meine Freiheiten gelassen hat.
Ich hatte es leider übertrieben und deswegen war ich Schach matt.
Unsere Beziehung hielt immerhin 13 Jahre.
Seine Liebe war die einzig wahre.
Ich konnte sie leider nicht so richtig erwidern.
Jetzt bin ich wieder alleine und das schon wieder.
Ich hätte bei ihm bleiben sollen.
Auch wenn er in der letzten Zeit anfing zu grollen.
Aber dies hing mit seiner Krankheit zusammen.
Ich und mein Selbst mit dieser nicht zurecht kamen.
Ich bin vor der Verantwortung regelrecht geflüchtet.
Ich habe mir meine eigene Freiheit gezüchtet.
Ich bereue es heute wirklich sehr
aber jetzt will er nicht mehr.
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