Love-Story Nr. IV

Ein Gedicht von Dieter Kinzel
Da war auf einmal ein Mädchen, das ging mir nicht mehr aus dem Sinn.
Für alles andere um mich herum wurde ich blind.
Vor meinem inneren Auge sah ich nur noch sie.
Selbst in einigen wichtigen Lebenslagen dachte ich an sie.

Mit 14 hielt ich mich für die Liebe eigentlich noch zu jung
und doch hat es so stark gefunkt,
das ich völlig elektrisiert wurde.
Das war nach einer üblen Kindheit eine harte Bürde.

Zum Einen wusste ich gar nicht, was Liebe eigendlicht ist.
Trotzdem wusste ich sofort, das sie die Mutter meiner Kinder ist.
Dabei hatte ich es aber überhaupt nicht eilig.
Unser Leben in den nächsten vier Jahren absolut nicht langweilig.

Ich hatte ziemlich viel Mühe sie an mich zu binden.
Ich konnte aber jedes mal einen Weg finden.
Mit 18 gab ich ihr mal einen Kuss auf ihre rechte Wange.
Mir wurde dabei mal wieder Angst und Bange.

Ich tat nicht nur so, als wäre ich dazu zu schüchtern.
Nach meiner verkorksten Kindheit betrachte ich diese Sache nur nüchtern.
Meine Angst lag darin, sie würde mich allzu aufdringlich sein.
In intimen Sachen führte sie mich richtig sanft rein.

Meine Enthaltsamkeit mündete schließlich in einer glücklichen Ehe.
Ich in dieser Ehe ich wirklich mit offenen Auges gehe.
Da meine Mutter mich versuchte daran zu hindern,
veruchte ich ihren Schmerz zu lindern.

In dem ich zu ihr sagte: Du verlierst nicht deinen Sohn. Ganz im Gegenteil! Du gewinnst noch eine Tochter hinzu!!

Informationen zum Gedicht: Love-Story Nr. IV

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04.08.2026
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