Liebe auf dem Land

Ein Gedicht von Ernestine Freifrau v
Als Jugendlicher konnte ich es genießen.
Du kannst es sicher schon erahnen,
wir konnten lieben, wo die Gräser sprießen.
Vermutlich liebten hier auch schon
meine Ahnen.

In der Nähe von einem Storchennest
war es besonders schön.
Unser Lieblingsplatz war zwischen
Kneipe und Kirche.
Alles war gut und nichts war obszön.
Aus dem Wald nebenan hörten wir
das Röhren der Hirsche

Es waren Jugendjahre nach einem
verbrecherischen Krieg.
Unsere Eltern redeten darüber nicht gerne.
Für meine Landsleute war es eh kein Sieg,
unsere Befreier feierten aber in der Ferne.

Wir, die Nachgeborenen begannen etwas
Besseres aufzubauen.
Wollten unsere Jugend nicht vertrödeln.
Nie wieder würden wir Sowjet Russen
und Juden beklauen.
Natürlich machte es uns auch Spaß
miteinander rum zu blödeln.


(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz
12 Apr. 2026

Informationen zum Gedicht: Liebe auf dem Land

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20.04.2026
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