Letzte Gehversuche

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-Fiktion –

Beine gefühllos, taub,
hölzern wie Baumstämme,
die von Borkenkäfern
hohlgefressen wurden,
und den Halt verlieren.
Füße wie mit dem
Untergrund verwurzelt,
können kaum mehr
angehoben werden,
schlurfen, rutschen
über den Fußboden.
Nervenleitung
zwischen Cerebrum,
Beinen und Füßen
scheint gekappt zu sein.
Untere Extremitäten
gehorchen ihm nicht.
Ruckartige Bewegungen,
aus der Hüfte heraus,
schieben Füße vorwärts.
Sein Gang ähnelt
einer Aufziehpuppe,
deren Mechanik
zum Erliegen kommt.
Es knackt und kracht
im Gebälk seiner
morschen Knochen,
Hüft- Kniegelenke
sind wie versteift.

Plötzlich geht gar nichts mehr!

Informationen zum Gedicht: Letzte Gehversuche

14.10.2026
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Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.