Lazarett
Ein Gedicht von
Jasmin Pahlisch
Wer verwundet, wer in Nöten,
wer sein Leben fast verliert,
kommt zu mir und kriegt geholfen
und wird gründlich auskuriert.
Richte Knochen und Gelenke,
nähe Wunden wieder zu,
brenne aus, was zu sehr blutet,
mit Narkose, welch' ein Clou!
Und wenn zwei sich duellieren,
pule ich die Kugeln raus.
Schelte alle beide Narren
und sie geh'n zusamm' nach Haus.
Und wer krank ist, oder siechend,
für den hab ich Arzenei!
Untersuche, führe Tests durch,
Rang und Nam' sind einerlei.
Und bei Nacht im Licht der Kerzen
sieht man mich am Tische steh'n,
wo ich forsche an den Toten.
Urteilt selbst, ist's ein Vergeh'n?
Wer verwirrt in seinem Geiste,
aggressiv, der wird fixiert!
Um zu heilen seinen Wahnsinn
wird mit Stromschlag therapiert.
Doch in manchen dunklen Stunden
will der Tod seinen Tribut.
Nichts kann ich entgegensetzen,
erlöschen wird die Lebensglut.
Doch das Licht folgt stets dem Dunkel
und das Leben triumphiert!
Gelobt sei stets der Nam' des Herren,
der die Hand des Arztes führt!
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