Kreis aus Schatten
Ein Gedicht von
Claudia Behrndt
Ich renne durch die Nacht,
die Wege weich mir aus.
Etwas hält mich in der Macht,
kein Ort wird mir zu Haus.
Ich suche still ein Licht,
doch alles bleibt im Grau.
Die Welt erkennt mich nicht
und mir selbst noch kaum.
Ein Fremder bleibt kurz steh´n,
ich wende mich sofort.
Ich will nicht bei ihm geh´n,
drum flieh ich fort und fort.
Doch wohin ich auch geh,
die Angst hält weiter Schritt.
Erst wenn ich zu ihr steh,
lässt sie mich wieder mit.
© Claudia Behrndt
´2016
Das könnte Sie auch interessieren