Kochsdorfer Kreuzchen

Ein Gedicht von Horst Reiner Menzel
Steht in 03130 Spremberg N/L Zuckerstraße
Der Bildhauer ist unbekannt.

Das Sühnekreuz unter der Fichte,
Leuchtete im goldenen Abendlichte.
Ein leichter, seidener Schimmer lag,
Ruhsam über dem verlöschenden Tag.

In vulkanischer Glut zu Stein geworden,
Kam der Findling aus dem hohen Norden.
Ein namenloser Steinmetz in grauen Tagen,
Erschuf das Kreuz umwoben von Sagen.

Von grober Hand gehauen in Granit,
War Zeuge schon im Dreißigjährigen Krieg,
Heerscharen lagerten an dieser Stelle,
Labten sich an der Kochsa Quelle.

Seit langem schon das Kreuzchen zierte,
Diese Landstraße, die in die Ferne führte.
Ein Handelsweg aus der Vergangenheit,
Verband er einst Völker in uralter Zeit.

Volksmund erzählt an dieser Stätte,
Sich eine Moritat begeben hätte.
Mahnung dem Wanderer in Stein gehauen,
Auf all seinen Wegen auf Gott zu vertrauen.

Rei©Men

Informationen zum Gedicht: Kochsdorfer Kreuzchen

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03.02.2015
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Horst Reiner Menzel) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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