Kleine Seelen brauchen Licht (Song)
Ein Gedicht von
Horst Bulla
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Mama weint schon früh am Morgen,
(„Auch in der Nacht… oft stundenlang…“)
weil das Geld, das sie verdienen,
nie reicht, um den Monat zu besiegen.
(„Niemals reicht… nur immer Schulden…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Papa schuftet, Tag für Tag,
doch was er kriegt, ist viel zu schwach.
Es reicht nicht mal fürs Brot im Haus,
nur Sorgen, Not — ein endloser Graus.
(„Immer Sorgen… immer Not…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Mama sagt: „Wünsche gehen nicht.“
Sie bräuchte selbst ein neues Bett,
doch schläft im alten, hart und schlecht.
(„Altes Bett… schlechter Schlaf…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Die Puppen, die das Kind mal hatte,
liegen kaputt in einer Matte.
Mama sagt: „Für neue fehlt das Geld.“
Und wieder bricht ein Kinderherz der Welt.
(„Kaputte Puppen… kaputtes Kinderherz…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Der Sohn sagt leise: „Ich geh nicht.“
In der Schule lachen sie ihn aus,
wegen Kleidung, alt wie das Elternhaus.
(„Alte Kleidung… große Scham…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Weihnachten glänzt der Baum im Raum,
ein warmes Essen — fast wie ein Traum.
Doch unterm Baum liegt nichts bereit,
kein Geschenk für Kinderzeit.
(„Keine Weihnacht… keine Würde…“)
Kleine Seelen brauchen Licht,
(„Keine… kleinen, großen Sorgen…“)
Silvester ruft die kleine Schar:
„Auf ein neues, besseres Jahr.“
Vielleicht wird alles hell und mild,
vielleicht hilft Politik dem Kind.
(„Der Politik… ist scheißegal…“)
(„Egal… egal… egal…“)
„Scheißegal…“.
© Horst Bulla
YouTube: https://youtu.be/-500v5lQyQU
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