Kein Ort zum Bleiben

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Ein Lied, plötzlich hab‘ ich an dich gedacht:
Du warst wie ein Autobahn-Rastplatz bei Nacht.
Du warst nur Neonlicht als ein Ersatz für Wärme.
Selbst deinen Geruch mag ich auch heute noch
nicht wirklich gerne:
wie Diesel, altes Fett und kalter Rauch.
Die leeren Gespräche mit dir belächle ich heute auch.
Bei dir ist niemand lange Zeit geblieben,
dich kann man einfach nicht so richtig lieben.
Die Begegnung mit dir, reiner Zeitverlust,
erschöpfter Stillstand in recht abgestumpften Fluss.
Wär‘ ich ein Pendler, Fahrer, Schichtarbeiter,
ging unsere Story vielleicht weiter.
Ich wollte keine Spuren hinterlassen;
Deshalb hab‘ ich dich- gottseidank- verlassen.

Informationen zum Gedicht: Kein Ort zum Bleiben

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26.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Chandrika Wolkenstein) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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