Justitia und Peter Hartz

Ein Gedicht von Hansjürgen Katzer
So gönnt dem Hartz die Huren doch,
den schnöden Wohlstand noch und noch,
er galt als Sinnbild aus Vernunft,
als Leitbild deutscher Wirtschaftszunft
und das er schmierte und bestach,
verzeiht es ihm, gemach, gemach!

Habt ihr an Ehrlichkeit geglaubt,
seid ihr des Glaubens nun beraubt,
ein Mann wie Hartz, der kauft sich frei,
wie groß auch das Verbrechen sei.
Die kleinen Fische sperrt man ein,
ein Hartz ruht froh im Sonnenschein!

So ist es wohl in diesem Land,
Gerechtigkeit nur eine Wand,
die meistens hart ist, manchmal weich,
die den beschützt, der groß und reich.
Justitia, wird oftmals blind,
wenn Täter reich und mächtig sind!

© Hansjürgen Katzer, Januar 2007

Informationen zum Gedicht: Justitia und Peter Hartz

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28.10.2015
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