Juno
Über Grenzen von Wasser und Land,
breitet Juno ihre Arme offen und weit,
zarter Blütenreiz begehrlich entflammt,
Blick verschmilzt ins natürliche Kleid.
Eifrige Liebeslüste verbieten Aufschub,
diese Zeit ist Sommerfreuden zu weihen,
sanftere Sorgen füllen jeden Atemzug,
irdische Leidenschaft verlangt Gedeihen.
Adern wollen wohliges Feuer empfangen,
bezaubernde Szenen der Liebe erfüllen,
Spiele unter freiem Himmel anprangern,
ungebändigt Lebensentzücken enthüllen.
Heitere Stunden im luftigen Pavillon,
wolkenumringtes heimliches Paradies,
Junos Sonne verfällt in erröteten Ton,
als Strahlen durch den Himmel schießt.
Weit ausgedehnte Erde nimmt es wahr,
aus der Göttin Schoß ergossene Pracht,
duftende Lotosblüten schwellen bar,
himmlischer Ambrosia erquillt sacht.
Nach einführenden Wonnemonat Mai
empfängt der Juni die neue Jahreszeit,
sommerlich lässt Juno die Liebe frei,
unbeherrscht sich die Natur nun zeigt.
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