Jeden Tag dasselbe

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Der Gatte sitzt am Frühstückstisch,
in seine Zeitung ganz vertieft,
der Kaffee duftet herrlich frisch,
seine Angetraute schnieft:

"Ach, wenn ich doch die Zeitung wär´,
dann würdest du mich betrachten.
Du behandelst mich nicht fair,
versprachst mich zu lieben und zu achten."

"Jetzt sei mal still", herrscht er sie an
"und schätze meine Treue.
Wenn du eine Zeitung wärst,
hätte ich jeden Tag `ne Neue."

Informationen zum Gedicht: Jeden Tag dasselbe

04.02.2026
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Ehe
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