Isegrim in Berlin

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Täglich sterben viele Tierarten aus,
da macht sich kein Politiker was draus.
Jetzt haben sich Tierfreunde gefunden,
die schützend den Isegrim umrunden.

Sie ziehen Argumente an den Haaren,
wenn ein Wolf vom Auto überfahren.
Der Autofahrer wird so eingeordnet,
als hätte er das Tier grausam ermordet.

Der Tod der Opfer, Schafe und Ziegen,
lässt sie dagegen ruhig im Bett liegen.
Das wird aber sehr schnell entgleisen,
wenn die Wölfe erst Berlin einkreisen.

Politiker, Touristen, Kinder, Katzen
ziehen bei deren Anblick dann Fratzen.
Des Tiergartens Grillplatz abmagert
und sich vor den Reichstag verlagert.

Drinnen wird der Schutz diskutiert
und draußen das Grillfleisch seziert.
Bodyguards, Türsteher und Polizei
sind dort schon ausreichend dabei.

30.11.2017 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Isegrim in Berlin

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02.12.2017
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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