Irres Wetter

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
„Am 30. Mai ist der Weltuntergang“
einst die Astrologen- und Schlagerwelt sang.
Viele haben sich vor Angst betrunken,
doch die Welt ist nicht versunken.
Im Gegenteil, es wurde ein Tag,
wie ihn der FKK-Anhänger mag.

Doch dieses Jahr wagt niemand Prognosen,
zu oft ging die Weissagung in die Hosen.
Wo blieb denn im Winter der Schnee,
den ich doch so gerne seh?
Ich will es nicht verhehlen,
die kleinen Flocken konnt man zählen.

Das Sommerwetter, das begann,
fängt dies Jahr schon irre an.
Mit Hagelschauer und Hitzerekord
setzt es sich Ende Mai weiter fort.
Die einen doch in den Schatten sinken,
während andere in Wasserfluten ertrinken.

Die Vögel zeigen ein emsiges Liebesleben,
da muss es brütende Hitze geben.
Die Hasen hoffen auf gemischtes Wetter,
da wird das Futter am Waldrand fetter.
Der Storch braucht Sonne für das Nest
und Regen für der Frösche Rest.

Mir ist zwar das Wetter ganz egal,
doch ständig Regen wär auch fatal.
Immer Sonne ist genauso nicht gut,
weil alles dann vertrocknen tut.
Und ändert sich das Wetter prompt,
ich nehme es so, wie es kommt.

20.08.2018 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Irres Wetter

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20.08.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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