Innere Jahreszeit

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Der Winter arbeitete gründlich.
Er schnitt die Tage kahl,
legte frei,
was bloß Gewohnheit war.

Die Kälte nahm allem die Milde,
verdunkelte den Blick,
ließ nur gelten,
was standhielt.

Doch selbst unter Schnee
vergaß etwas in mir
nicht,
wie Frühling geht.

Informationen zum Gedicht: Innere Jahreszeit

16.04.2026
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