In meiner Phantasie

Ein Gedicht von Max Vödisch
In meiner Phantasie,
hab ich Lindenberg getroffen.
Ich gewann seine Sympathie
und wir beide haben gesoffen.

Welch ein Spektakel,
wenn sich Persönlichkeiten unterhalten.
Welch ein Spektakel
für alle kommerziellen Fernsehanstalten.

Wir beide haben ziemlich viel Kritiker,
aber wir bleiben immer "in",
Udo als Musiker und ich als Lyriker
und das ist unser gemeinsamer Sinn.

Die Lederindustrie hat viel investiert,
Jeans sind immer noch gefragt,
als Werbeträger werden wir präsentiert,
wir haben bestimmt nicht versagt.

Selbst für die Politik sind wir interessant,
Strauß will eine Runde Poker spielen.
Wir sind halt Größen in diesem Land
und werden unseren Gewinn erzielen.

Frauen gibt es wie Sand am Meer,
stark sind die neuen Superschlitten,
schick ist eine Demonstration gegen die Bundeswehr.
Warum haben wir früher nur so gelitten?

Ich nehm die Nena im Arm,
klar ich bin ihr Superschwarm.
Udo spielt jetzt in Ostdeutschland,
gut sind auch seine Beziehungen zu Willy Brandt.

Leider existiert alles nur in meiner Phantasie,
ich habe Udo Lindenwerg nie getroffen.
Trotzdem empfinde ich für ihn Sympathie
und werde auf ihn hoffen.

Udo als Kumpel,
Nena als Freundin
und ich selber total "in"
und alles hätte seinen Sinn.

Nur diese Träume erfüllen sich nicht,
die Gesellschaft hat ein anderes Gesicht.
Ich bleibe immer ein verträumter Spinner,
ich bin niemals der große Gewinner.

Informationen zum Gedicht: In meiner Phantasie

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18.06.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Max Vödisch) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.