Im Namen der Macht

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Sie reden von Ordnung
und meinen Unterwerfung.
Sie reden von Glauben
und meinen Kontrolle.
Sie reden vom Volk
und meinen sich selbst.

Die Demokratie fällt nicht auf einmal.
Sie wird ausgehöhlt
durch Angst, Gehorsam und Lüge.

Machtzirkel bauen keine Zukunft.
Sie errichten Fassaden.

Wenn ihre Herrschaft bröckelt,
erfinden sie Heiligkeit.
Sie brauchen keine Wahrheit.
Nur Rituale und gefügige Massen.

Erst wird das Denken verdächtig.
Dann der Widerspruch.
Dann die Freiheit.

Sind ihre Interessen bedroht,
folgen Druck und Erpressung.

Am Ende bleibt nur noch Gehorsam
mit frommem Gesicht.

Informationen zum Gedicht: Im Namen der Macht

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07.04.2026
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