Im Flackern der Stadt Berlin

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Berlin steht hell im dunklen Chor der Nacht,
die Straßen atmen Widerspruch und Zorn.
Wo Ordnung bricht, wird Gegenkraft entfacht,
aus kalten Funken wächst ein heißer Dorn.

Man ruft nach Zukunft, ruft nach besserer Zeit,
doch lässt man Lichter sterben, Türen kalt.
Die Tat trägt schwerer als das Wort im Kleid,
wenn Ideal sich selbst den Spiegel falt´.

So fragt die Stadt, im Schweigen laut und klar,
wo endet Kampf, wo fängt Gewissen an?
Wer Leben riskiert, steht niemals wahr -
auch wenn er sich Erlösung nennen kann.

Tausende sitzen da, vom Strom getrennt,
kein Licht, kein Herd, kein leiser Trost der Nacht.
Wenn Dunkelheit die kalte Grenze kennt,
wird spürbar, was die Tat tatsächlich macht.

© Claudia Behrndt
05.01.2026

aus aktuellem Anlass geschrieben:
mehrere Tage Stromausfall in einigen Bezirken von Berlin, weil
Linksextremisten die Stromversorgung lahmgelegt haben.
Mein Bezirk war nicht betroffen.

Informationen zum Gedicht: Im Flackern der Stadt Berlin

4 mal gelesen
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06.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Claudia Behrndt) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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