Hinter stillen Augen

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Ich sehe die Tränen hier,
bemühe´ mich, sie zu verstehen.
Doch meine sieht man zwar -
wer bleibt wirklich bestehen?

Ich sehe der Menschen Leid,
doch wer versteht wohl meins?
Ich höre ihr Weinen weit,
doch bleibt mein Schweigen eins.

Sag ich, was wirklich mich bedrückt,
so heißt es dann, ich sei wirr.
Neugier wird oft beglückt,
doch echtes Fühlen irr.

Die Tränen tun mir weh,
doch fragt kaum einer nach.
Ich weiß, wie ich sie seh
und trage still die Schmach.

Vielleicht wird irgendwann,
ein Blick mein Inneres seh´n.
Ein Mensch, der bleiben kann
und still durchs Dunkel geh´n.

© Claudia Behrndt
´2001

Informationen zum Gedicht: Hinter stillen Augen

5 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
14.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Claudia Behrndt) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
Anzeige