Herr Miesepeter

Ein Gedicht von Ernestine Freifrau v
Er hat alles was ein Mensch braucht.
Eine kleine Wohnung ist sein Eigen.
Er war kein wirklich Armer,
sogar einen Hund konnte er vorzeigen.

Stets unzufrieden, zog er durch’s Land,
es war doch nichts mehr wie gestern.
Er nahm sich nun vor, gegen Alles,
immer noch mehr kräftig zu lästern.

Mit vollster Kraft begann er sofort,
dieses Leben nicht mehr zu tolerieren.
Gegen Gott und die ganze Welt,
wollte er nun mal richtig querulieren.

Schon früh an der Ampel zeigte er es
Allen mal richtig,
mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr
er bei Rot.
Danach lag er im Krankenhaus,
war schon fast tot.

Auf der modernen Intensivstation,
da bäumte er sich noch mal auf.
Mit letzter Kraft zerstörte er Alles,
drum endet hier sein Lebenslauf.

Und falls er nicht gestorben ist,
dann wütet er noch morgen.
Vielleicht wird er bald meckernd,
ein fleißiges Ärzteteam ermorden.

(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz


mageba

Informationen zum Gedicht: Herr Miesepeter

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16.02.2026
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