H e r b s t l a u b

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Einst sah man es im grünen Kleide,
hoch oben an so manchem Baum.
Es zierte Birke, Ahorn, Weide
und war ein lebensfrischer Traum.

Sein Kleid ist heute bunt bemalt,
nach einem sehr bewegten Leben.
Es flimmert, wenn die Sonne strahlt;
ein lauer Windhauch läßt es schweben.

Doch tanzt es gerne mit dem Wind?
Schwerelos und unbefangen?
Oder wär' es lieber ganz geschwind,
von Kinderhänden eingefangen?

Nehm' ich es gar nach Hause mit?
Um es als Deko zu verwenden?
Farblich wär' das fürwahr ein Hit,
jedoch, so soll's nicht wirklich enden!

Besser lass ich's wohl hier am Ort;
so kann es die Natur verschönen.
Und fliegt es mit dem Wind auch fort,
leuchtend wird es Seelen verwöhnen.



© Birgit Klingebeil
[10/2025]


** Inspiriert durch das Gedicht „Eichenblatt“ von Lisa Nicolis **

Informationen zum Gedicht: H e r b s t l a u b

15.10.2025
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