Großstadtgedanke

Ein Gedicht von Tamara Schackmar
Blau und weiß das Bild.
Laut auch, und manchmal stumm.
Die Eindrücke, sie schweben,
um den Olivenbaum.

Der, wartet still am Fenster,
Bis ihn das Leben küsst,
Und doch, vermisst er ständig,
Der Freiheit lieblich Duft.

Nur, ahnen kann er es,
So, wie er traurig blickt,
Aus jenem kalten Glas,
An dem er einsam wächst.

Und, seine Einsamkeit,
Die, ständig bei ihm sitzt,
Wird Freund und singt ihm leise,
Des Lebens Melodei:

"Ach, würden wir's doch spürn',
Des Da-Seins bunten Atem,
Warum? -Mein liebstes Wesen?
Warum nur darfst du's nicht?

-Ach, wein doch nicht mein kleiner,
Ich bin für immer da,
Zusammen werden wir,
Das kalte blau des Nichts ertragen,"

Und leiser noch sie flüstert,
Wohl Trost, doch unbedacht,
Den armen Baum entrüstend:
"Tut mir Leid"

Nelke

Informationen zum Gedicht: Großstadtgedanke

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06.07.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Tamara Schackmar) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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