Gottheitshoffnung

Ein Gedicht von Hans Hartmut Dr. Karg
Gottheitshoffnung

©Hans Hartmut Karg
2018

Erwartung in der Lebenssehnsucht
In alter, schlaffer Männerbrust:
Ertragen hat sie manche Wucht,
Selbst Hitze, Kälte, große Lust.

An seinen Endpunkt zu gelangen,
Wo andere schon angelangt,
Sehen zu jenen, die gegangen
Und wo die Seele leidend bangt.

Ins Innerste hinab zu sehen
Und es im Äußersten dann finden,
Mit Ahnen übers Wasser gehen,
Wo paradiesisch grüne Linden...

Da bleibt allein des Trägers Hoffen,
Der sich noch nicht ausklinken will,
Weil er von dieser Welt betroffen
Sich findet noch im Lebensspiel.

Die Gärten werden sich auftun,
Besonnt Terrassen bunt erblühen
Und keine Seele wird mehr ruhn,
Wo bald auch Schwäne weiter ziehen.

Ja, so erfüllt sich unsere Freiheit
Im Hoffen auf die Ewigkeit,
Wenn unser Wunsch auf die Gottheit
Hofft bangend auf die Seligkeit.

*

Informationen zum Gedicht: Gottheitshoffnung

30 mal gelesen
16.03.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Hartmut Dr. Karg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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