Getreideernte

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Endlich ist es heute soweit,
Lohn der Arbeit – Erntezeit.
Das Getreide goldgelb schwankt,
der Bauer seine Technik betankt.

Maschinen, breit wie der Steg,
zieht der Traktor auf seinem Weg.
Mähen, Dreschen, Stroh zerkleinern,
rütteln, Sieben, Ernte verfeinern.

Gleicher Traktor, Anbaugerät wechseln
wollte man das Stroh gleich häckseln.
Blütenstaub und Umweltschmutz
fordern von den Fenstern Schutz.

Hat man eines dabei mal übersehen
heißt es schnell noch schließen gehen.
Zog der Traktor erst seine Bahn,
staubte es so, dass wir nichts sah’n.

Das Vermächtnis unserer Ahnen
sollte uns eigentlich mahnen.
Das Land unsrer Väter wurde verscheuert,
teils verschenkt, teils überteuert.

Doch nicht Kartoffeln, Gemüse, Getreide,
auch kein Grünfutter oder saftige Weide
baute man an oder holte es hier raus,
hier wuchsen so nur Haus an Haus.

Der Acker der Väter die Ernährung leitet,
auch wenn man über Bio und Öko streitet.
Doch hier ist es nie wieder so weit
Lohn der Arbeit – Erntezeit.

24.07.2019 ©Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Getreideernte

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26.07.2019
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