Gerettet

Ein Gedicht von Heike Henning
Katze Maunzi, auf vier Beinen,
sonnte sich, Klara tat scheinen.
Das Tier tat recken sich und strecken
und nebenbei sein Bauchfell lecken.
* * *
Kurzum: Es ging der Katz’ so gut,
wie’s mancher Mensch sich wünschen tut.
Die Maunzi schnurrte, schlief fast ein.
Ein jeder wollt’ heut gut ihr sein.
* * *
Da kam die Mia aus der Schule,
sah in ein Kästchen, bläulich-helle.
Die Katzenvideos warn so süß!
Und Mia dacht’ nicht an die Straß’.
* * *
Lief lachend auf dem Mittelstreifen.
Doch tat das Kind dies nicht begreifen,
drückte und wischte mit den Fingern.
Verführerisch tats Kästchen flimmern.
* * *
Von weitem kam ein Lieferwagen.
Der Fahrer tat KI grad’ fragen,
wie’s Wetter wird, und dies und das.
Sah nicht das Mädchen auf der Straß’.
* * *
Doch kurz bevor etwas passierte,
die Maunzi mächtig lamentierte.
Tat so, als gäng’ die Welt entzwei.
Dem Kind war es nicht einerlei.
* * *
Mia tat rennen, hin zur Katze.
Der Fahrer merkte es nicht, schwatzte.
Und Maunzi tat sich recken, strecken
und nebenbei ein Handy unterm Fell
heimlich verstecken.

Informationen zum Gedicht: Gerettet

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26.08.2026
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