Geräusche überall

Ein Gedicht von Edeltrud Wisser
Überall in Stadt und Land
sind Menschen außer Rand und Band
Geräusche, sie tun weithin kund
manch einer ist nicht kerngesund

es wird geschnieft, wie Hund gebellt
der Schädel brummt, alles missfällt
die Taschentücherproduktion
hat Vorrang jetzt, in der Nation

ein mancher liegt auch flach im Bett
und findet dies wahrlich nicht nett
er kämpft mit sich, und den Bazillen
muss verscheuchen sie mit Pillen

für alle die gesund noch sind,
ob Frau, ob Mann, oder auch Kind
heißt es nun - ganz schön aufgepasst
das sie die Grippe nicht erfasst:

Schließt Tür und Tor macht Schilder dran
damit kein Virus einziehn kann
“Geschlossen ist für dich das Haus“
So nimmt vielleicht er schnell Reißaus.

© Edeltrud Wisser

Informationen zum Gedicht: Geräusche überall

2.774 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
20.07.2011
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige