Gedanken
Ein Gedicht von
Janine Goßlau
Die Welt steht still, ein Riss im hellen Tag, der Verstand versucht zu fassen, was geschah. Alles, was man denkt, wird matt und grau, ein ferner Film durch trübes, kaltes Tau.
Drei Stimmen nun, die plötzlich nicht mehr klingen, die keine Lieder mehr zum Leben bringen. Das Herz, es stockt, der Geist ist wie in Haft, er verliert an Licht und an der alten Kraft.
Man geht durch Räume, fühlt sich wie im Glas, die Zeit zerfließt, als ob sie niemals war.
Die Seele braucht den Schutz der leisen Stille, bis sich der Schmerz bricht gegen jeden Wille.
- Janine G.
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