Für dich

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Mutter legte
alles, worauf sie
verzichtet hatte,
in die Hände
der Tochter.

Für dich, sagte sie.

Ein Leben lang
hielt die Tochter
die Hände geschlossen.

Was darin lag,
war nicht wertlos.

Gerade deshalb
dauerte es so lange.

Als sie die Hände öffnete,
fiel manches zu Boden.

Die Mutter hörte,
was zerbrach.

Nicht,
wie eine Hand
sich öffnete.

Informationen zum Gedicht: Für dich

09.09.2026
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